CDU, FDP und Grüne/ABü wollen Konzeptstudien für den Bau eines Hallenbades in Falkensee

19.05.2015, 11:21 Uhr | Daniela Zießnitz | Vorsitzende der CDU- Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Falkensee

Auf Initiative der CDU-Fraktion wollen die Fraktionen von CDU, FDP und Grünen/ABü im kommenden Jahr von der Stadtverwaltung Konzeptstudien beauftragen lassen, die untersuchen sollen, welche verschiedenen Hallenbad-Varianten und welche Betreibermodelle sinnvoll sein könnten und finanziell vertretbar sind.

Die Studien sollen Informationen liefern über die zu erwartende Höhe der Investitionskosten und der zu erwartenden jährlichen Betriebskosten. Auch mögliche geeignete Standorte sollen untersucht werden. Dafür sollen die entsprechenden Mittel in den Haushaltsplan 2016 eingestellt werden.
 
Einen entsprechenden Antrag haben die Fraktionen jetzt in die Stadtverordnetenversammlung eingebracht. 
 
 
Fraktionsvorsitzende, Daniela Zießnitz, sagt dazu:
 
„Der Bau eines Hallenbades wird derzeit wieder verstärkt diskutiert. Diese Diskussion kann seriös nur mit Fakten geführt werden. Wir wissen von anderen Kommunen, dass bereits die Sanierung und Unterhaltung bestehender Bäder problematisch sein und zu einem finanziellen Desaster führen kann. Dafür gibt es bundesweit leider genug Beispiele. Nicht selten müssen Hallenbäder geschlossen oder die Nutzungszeiten drastisch eingeschränkt werden.
 
Der Neubau eines Hallenbades muss daher gut überlegt sein. Voraussetzung ist eine ehrliche Planung, die auf realistischen Annahmen zu Kosten und Nutzerverhalten basiert.“ 
 
Bürgermeisterkandidatin, Barbara Richstein, ergänzt:

„Die Forderung nach einem Hallenbad ist für so eine große Stadt wie Falkensee berechtigt, aber jeder, der ein Haus baut, prüft vorher, ob er sich dieses auch leisten kann. Genauso muss es die Stadt beim einem Hallenbad, welches aus unser aller Steuergeldern finanziert wird, machen.

Es wäre deshalb unseriös und verantwortungslos, wenn wir ein Hallenbad ohne Kenntnis der zukünftigen Kosten errichten. Wer behauptet, Geld spiele keine Rolle, wenn es um ein solches Angebot für die Bürgerinnen und Bürger geht, der irrt. Zum einen, weil auch hierfür das Gebot der Wirtschaftlichkeit gilt, zum anderen aber vor allem, weil es für eine verantwortungsbewusste Entscheidung dazu gehört, ein Hallenschwimmbad in Bezug auf die anderen freiwilligen Leistungen zu sehen, die Falkensee seinen Bürgerinnen und Bürgern anbietet, z. B. die kostenlose Nutzung aller Sportstätten, die Bezuschussung des Kitaessens, die kulturellen Einrichtungen, wie die Stadtbibliothek oder das Haus am Anger, um nur einige zu nennen. Diese dürfen nicht deshalb auf der Kippe stehen, weil wir ein Hallenbad bauen. Die Ergebnisse der Konzeptstudien sollen deshalb die notwendigen und belastbaren Informationen liefern, damit wir kalkulieren können.

Ich stehe für eine verantwortungsvolle und nachhaltige Politik, die nicht nur in Wahlperioden denkt: Ich verspreche den Bürgerinnen und Bürgern keine Luftschlösser. Erst wenn die Zahlen auf dem Tisch sind, können wir eine seriöse Entscheidung treffen.“