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19.04.2018, 09:53 Uhr
Barbara Richstein fordert Ausschreibungsstopp und warnt vor Pendleralbtraum für die Region ab 2023
Die Falkenseer CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Richstein fordert von der Landesregierung einen Ausschreibungsstopp für den Regionalverkehr 2023 – 2034. Die derzeit laufende Ausschreibung des Landes Brandenburg für einen großen Teil des Regionalverkehrs Berlin-Brandenburg werde, so Richstein, den Fahrplan im Zeitraum 2023-2034 bestimmen. Änderungen und Erweiterungen seien – sobald ein Zuschlag an die teilnehmenden Verkehrsunternehmen erfolgt ist – schwierig und mit hohen Mehrkosten verbunden. Deshalb sollten nach Auffassung von Richstein die Bürgerinnen und Bürger wissen, was genau mit dieser Ausschreibung geplant werde, welche Takte und Fahrpläne sie dann bei sich vor Ort ab Dezember 2022 zu erwarten hätten. 

Richstein: „Der außerordentlich wichtige Pendler-Verkehr auf der Achse Nauen-Berlin wird trotz...
...der geplanten Zunahme der Zugfahrten gegenüber dem heutigen Angebot im Ergebnis verschlechtert. Die Zahlen auf dem Papier können täuschen, denn die Umsetzung bedeutet überfüllte Züge für die Pendlerinnen und Pendler in Nauen, Brieselang, Seegefeld und Falkensee. Wir fordern die Landesregierung schon seit Jahren mit konkreten Vorschlägen zum Umdenken auf, leider ohne Erfolg. Die Landesregierung ist mit der Aufgabe, einen attraktiven Regionalverkehr zu gewährleisten, offenbar überfordert. Jetzt hilft nur noch ein Ausschreibungsstopp, damit die Verschlechterungen vielerorts verhindert werden.“
 
Künftig würden in Richtung Berliner Zentrum nach den Plänen der Landesregierung zwar vier Züge pro Stunde verkehren, aber drei der vier Züge kurz hintereinander, in einem Zeitraum von nur etwa 10 Minuten, während der nächsten 50 Minuten nur ein weiterer. Richstein mahnt: „Noch ist es nicht zu spät, Korrekturen zu veranlassen – oder die Ausschreibung überhaupt neu aufzusetzen, um eine sorgfältigere Planung durchzuführen und ein besseres Netz zur Grundlage des Wettbewerbs zwischen den Eisenbahnunternehmen zu machen.“